Kennt ihr das Gefühl, dass in dem einem Moment noch alles in bester Ordnung ist und schon ein paar Sekunden später dir die Tränen über die Wangen laufen, dich eine Traurigkeit erfasst, die sich wie ein schweres Gewicht, wie ein Schatten auf dich legt? Ich dachte immer, ich könnte leicht damit umgehen, einen Freund zu verlieren, der einem sehr wichtig ist, schließlich hatte ich das bereits mehrmals hinter mir. Und doch, war es wie ein Schlag in den Magen, du ließt dir die Nachrichten erst einmal, dann noch einmal durch und abschließend kennst du die Worte fast auswendig. Du hast das Gefühl ein Stück deines Herzens verloren zu haben.
Ich war zu sauer, zu traurig, zu verletzt, zu dumm, um besser reagieren zu können. Als ich gestern Abend deine letzten Worte las, wählte ich mit tauben Fingern deine Nummer und erst dachte ich dein Handy wäre aus, denn automatisch ging die Mailbox ran. Ich legte auf und versuchte es mehrere Sekunden später noch einmal, diesmal allerdings wurde ich weg gedrückt und auf meinem Display stand: "Verbindung beendet". Ich schluckte heftig und loggte mich wieder ein, begann meine Gedanken aufzuschreiben. Ich wurde immer schneller beim schreiben, dachte nicht mehr nach bevor ich die Nachricht abschickte. Damals dachte ich ich hätte daraus gelernt, erst einmal ruhig durchzuatmen oder eine Nacht darüber zu schlafen, um mir ihm klaren über meine Gefühle zu werden, damit ich nicht Dinge sage, die ich nicht sagen möchte. Doch auch diesmal wurde ich nicht von meinem Kopf geleitet und schrieb Dinge von denen ich wusste sie würden dich verletzen. Ich wollte das nicht, aber es ist nun mal passiert und es tut mir leid. Vielleicht ließt du dies ja und kannst verstehen wie ich mich gefühlt habe. Dennoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es an dir liegt, dich bei mir zu melden. Unsere Freundschaft wurde beendet, weil sie nicht funktionierte, wenn nur einer diese möchte. Ich mochte dich, ich mochte dich sehr und vielleicht auch jetzt noch, aber ich kann das nun nicht mehr entscheiden. Denn wenn nicht beide diese Freundschaft wollen und bereit sind dafür zu kämpfen, wird sie nicht halten.
Du bist der, der entscheiden soll, ob und wann wir wieder versuchen können befreundet zu sein. Denn du weißt nicht was du denken sollst, weißt nicht was du überhaupt willst. Wenn du es herausgefunden hast, dann kannst du dich ja bei mir melden. Denn vorher, das haben wir beide gestern erkennen müssen, ergibt es keinen Sinn.
Ich hoffe für einige, die auch Verluste erleben werden, dass sie anders als ich damit umgehen können und gewissenhafter reagieren, denn nun haben sie wenigstens eine Ahnung was passieren kann.
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